Sportarten JTFO
Sportarten JTFP
  • DSSS
    DSSS
  • Hauptsponsor:

  • Partner:

  •  

  • Förderer:

DEUTSCHE SCHULSPORTSTIFTUNG

Die Deutsche Schulsportstiftung (DSSS) fördert den außerunterrichtlichen Schulsport und ist seit ihrer Gründung im Jahr 1999 Träger und Veranstalter des bundesweiten Schulwettbewerbs von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics.

Zuvor zeichneten eine Privatinitiative (1969 bis 1972), eine Trägergemeinschaft (1973 bis 1991) und ein eingetragener Verein (1992 bis 1999) für den Wettbewerb verantwortlich. Genaueres zur Struktur und Entwicklung von „Jugend trainiert“ kann hier nachgelesen werden.

Sitz der Deutschen Schulsportstiftung ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Thouretstraße 6, 70173 Stuttgart.

Die Stiftungsversammlung setzt sich zusammen aus den Kultusminister*innen der Länder und den Präsident*innen des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Sportjugend, des Deutschen Behindertensportverbands, der Deutschen Behindertensportjugend sowie der am Wettbewerb teilnehmenden Sport-Spitzenverbände. Auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können in die Stiftungsversammlung berufen werden, deren Vorsitzende derzeit Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg, ist.

Zu den Zielen der DSSS gehört, möglichst vielen Schüler*innen Erfahrungen in Wettkampfsportarten zu vermitteln und Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude erfahrbar zu machen.

Die Veranstaltungen sind ein Begegnungsfeld für Schüler*innen aller Schulformen mit und ohne Behinderung.

Die Wettbewerbe gelten aber auch als „Talentschmieden“, in denen erfolgreiche Spitzenathlet*innen bereits während ihrer Schulzeit wertvolle Sporterfahrungen sammeln konnten. An Jugend trainiert für Olympia teilgenommen haben neben vielen anderen: Heike Henkel, Boris Becker, Michael Groß, Andreas Thiel, Frank Busemann, Angelina Grün, Natascha Keller, Timo Boll, Rainer Schüttler, Maria Höfl-Riesch, Felix Neureuther, Michael Greis, Holger Glandorf und David Storl.

JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA & PARALYMPICS

Der Bundeswettbewerb der Schulen Jugend trainiert für Olympia & Paralympics ist mit ca. 800.000 teilnehmenden Schüler*innen pro Jahr der weltgrößte Schulsportwettbewerb.

“Jugend trainiert“ bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, bereits im schulischen Rahmen Wettkampferfahrung zu sammeln, vermittelt dabei positive Werte wie Fairness, Teamgeist und Einsatzfreude und motiviert die Teilnehmer*innen im besten Fall zum lebenslangen Sporttreiben. 

Jugend trainiert für Olympia & Paralympics hat außerdem das Ziel, Talente zu entdecken, und dient als Sprungbrett vom Schulsport zu Training und Wettkampf im Sportverein und -verband. 

Weil Vorbilder (auch) im Sport wichtig sind, werden den Nachwuchstalenten immer wieder Begegnungen mit Spitzensportler*innen ermöglicht, die zum Teil selbst in ihrer Schulzeit am Wettbewerb teilgenommen und später Olympiasiege oder Weltmeisterschaftstitel errungen haben. 

Der Blick in die Vergangenheit zeigt also: „Jugend trainiert“ begeistert Jahr für Jahr Hunderttausende, sichtet und fördert aber gleichsam auch die Olympioniken von morgen. 

Während Jugend trainiert für Olympia 2019 bereits auf seine 50-jährige Geschichte wird zurückblicken dürfen, kann bei Jugend trainiert für Paralympics noch von einer jungen Erfolgsstory gesprochen werden: 

2010 und 2011 fanden Pilotveranstaltungen für Schüler*innen mit Behinderung statt, 2012 folgte das erste offizielle Bundesfinale. Und seit 2013 werden die drei Bundesfinalveranstaltungen von Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics jeweils zur selben Zeit und am selben Ort ausgetragen, wodurch der inklusive Charakter des gemeinsamen Veranstaltungsformats zum Ausdruck kommt.

Der Bundeswettbewerb der Schulen findet jährlich unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland statt, wobei derzeit in 21 Sportarten die besten Schulen Deutschlands ermittelt werden.

"Wir stehen am Anfang"

Thomas Härtel wurde Ende 2017 zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Schulsportstiftung gewählt. Mit Kai Gemeinder unterhielt er sich nun über die Chancen und Herausforderungen von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics.

Thomas Härtel ist ein politischer Mensch. Von 1985 bis 1999 war der gebürtige Berliner als Bezirksstadtrat für Bildung, Jugend und Sport in Berlin-Steglitz politisch aktiv, später dann als Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport (1999-2007) sowie für Inneres und Sport (2007-2011).
Bereits seit 1995 lag dabei in seinen unterschiedlichen Ämtern der Sport in seinem Verantwortungsbereich. In der Folge stand Thomas Härtel Jugend trainiert für Olympia und Jugend trainiert für Paralympics stets als wohlwollender Begleiter zur Seite.
Dem Sport blieb er auch nach seiner politischen Karriere treu: Thomas Härtel ist Vizepräsident des Landessportbundes Berlin und war von 2012 bis 2017 Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes. Im November 2017 wurde er einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Schulsportstiftung gewählt und wird in dieser Funktion gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der neu im Olympiapark Berlin eingerichteten Geschäftsstelle den Bundeswettbewerb der Schulen prägen.

Im Interview hat er Kai Gemeinder Einblicke gewährt, wie diese Prägung seinen Vorstellungen zufolge aussehen könnte und welche Ziele er sich gesetzt hat.

Herr Härtel, viele Jahre galten Sie in Ihren sportpolitischen Funktionen auch als Unterstützer von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics. Mittlerweile haben Sie die Seiten gewechselt und sind als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung vom Förderer zum Macher geworden. Wie hat sich dadurch Ihr Blick auf den Wettbewerb verändert?

Der „Seitenwechsel“ lässt ist nun einen Blick in die inneren Organisationsabläufe zu. Ich bin beeindruckt von der Einsatzbereitschaft aller Mitwirkenden in den Verwaltungen und  bei diesem länderübergreifenden Schulwettbewerb.

In welchem Zustand befand sich „Jugend trainiert“ als Sie Ihr Amt Ende 2017 angetreten haben und was hat sich seitdem getan?

Nach einigen Irritationen über die aktuelle Satzung der Deutschen Schulsportstiftung und dem Beschluss der Kultusministerkonferenz über die Finanzierung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle, die wir jetzt in Berlin einrichten konnten, hat sich ein neuer Vorstand konstituiert, der transparent, eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Die Zusammenarbeit zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Kultusbehörden und den Sportfachverbänden im DOSB ist intensiver geworden. Wir ziehen an einem gemeinsamen Strang und wollen den Wettbewerb zukunftsfähig gestalten. Dabei helfen uns auch unsere Sponsoren und Partner, allen voran unser Hauptsponsor, die Deutsche Bahn, mit denen die Zusammenarbeit jetzt noch professioneller und verlässlicher ist - durch die Einrichtung der hauptamtlichen Geschäftsstelle und die neu abgeschlossene Kooperation mit einer Marketingagentur.

Sie sprechen die Zukunftsfähigkeit an. Welchen Herausforderungen muss sich der Wettbewerb denn stellen?

Angesichts der bundesweiten Entwicklung der Schulen zu Ganztagsschulen stehen der außerunterrichtliche Sport und die Zusammenarbeit der Schulen mit dem organisierten Sport vor großen Herausforderungen. Wir wollen junge Menschen an den Sport heranführen, der eine große Integrationskraft hat und auch durch sportliche Wettbewerbe zeigen kann, dass Leistung sich lohnt und viel Freude bereiten kann. Und wir wollen die olympische und paralympische Idee in die Schulen tragen. Friedenstiftender, inklusiver, gesunder, fairer und dopingfreier sowie umweltschonender Sport muss unser Markenzeichen sein.

 „Jugend trainiert“ schreibt sich auf die Fahnen, jedes Jahr rund 800.000 Schülerinnen und Schüler für den fairen, sportlichen Wettstreit zu begeistern und dabei einerseits eine Basis für den Breitensport zu schaffen und andererseits auch Talente zu sichten und zu fördern. Welcher Aspekt ist Ihnen wichtiger?

Es ist eine Binsenweisheit: Ohne Breitensport kein Leistungssport! Im Vordergrund steht unser Bemühen, junge Menschen zum Sport zu bewegen und gemeinsame Erfahrungen im sportlichen Wettbewerb zu sammeln. Bei den Länderwettbewerben und den Bundesfinalveranstaltungen werden auch Talente sichtbar, die wir mit den Sportfachverbänden und ihren Vereinen unterstützen und fördern wollen.
Durch die Zusammenarbeit mit den Sportverbänden schaffen wir eine gute Grundlage für den Breitensport und eröffnen auch Wege zum Spitzensport. Viele Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner bei internationalen Wettbewerben, die bei „Jugend trainiert“ ihre ersten Erfahrungen sammeln konnten, sind dafür die besten Vorbilder.

Häufig ist allerdings zu beobachten, dass Eliteschulen des Sports unter sich um die Medaillen beim Bundesfinale kämpfen. Provokant gefragt: Braucht Sportdeutschland den Wettbewerb zur Talentsichtung eigentlich gar nicht mehr?

Ja, die Eliteschulen sind bei den Bundesfinalveranstaltungen immer häufiger auf dem Siegerpodest. Sie sind eine wesentliche Basis der Talentförderung, weniger der Talentsichtung. Ohne sie verlöre der Wettbewerb an Strahlkraft. Wir brauchen den Wettbewerb aber für Talentförderung und Talentsichtung. Deshalb müssen wir, wenn wir den Wettbewerb weiterentwickeln möchten, über neue Wettbewerbsformen oder auch eine Verjüngung der Altersklassen diskutieren. Und wir müssen uns mehr Gedanken darüber machen, welche Bedeutung der Wettbewerb künftig auch im Zusammenhang mit der Leistungsportreform bekommen kann. Wichtig bleibt aber die Kernbotschaft, die Freude am Sport zu fördern.

Sie haben in den letzten Jahren als Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes fungiert und dieses Amt zugunsten Ihres Engagements in der Schulsportstiftung aufgegeben. Darf man davon ausgehen, dass Ihnen die Weiterentwicklung des inklusiven Veranstaltungsformats von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics besonders am Herzen liegt?

Ich habe bei den Paralympischen Spielen in London und Rio de Janeiro die Begeisterung über die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler hautnah vor Ort erleben dürfen. Unter meiner Federführung habe ich mit einer Vielzahl von Akteuren den „Index für Inklusion im und durch Sport“ des Deutschen Behindertensportverbandes auf den Weg bringen können. Mir liegt daher ein inklusives Veranstaltungsformat sehr am Herzen. Wir stehen am Anfang und werden uns gemeinsam mit den Sportverbänden und allen voran mit der Sportjugend des Deutschen Behindertensportverbandes für eine nachhaltige Verstetigung eines inklusiven Wettbewerbs einsetzen.

 „Jugend trainiert“ feiert im Schuljahr 2019/20 sein 50-jähriges Bestehen. Worauf dürfen wir uns im Jubiläumsjahr freuen?

Wir werden das 50-jährige Bestehen würdig und lebendig gestalten. 50 Orte und 50 Sportlerinnen und Sportler sollen dem Wettbewerb Gesicht geben und zeigen, welche Vielfalt im Sport erfahren und gelebt werden kann.
Wir haben mit der Berliner Agentur „TOP Sportmarketing“, Veranstalter unter anderem des ISTAF, einen Partner gefunden, der ein Konzept für das Jubiläumsjahr erarbeiten wird, das wir gemeinsam mit den Ländern, den Sportverbänden und unseren Partnern aus Politik und Wirtschaft abstimmen wollen. Eines ist gewiss: Wir starten mit dem Herbstfinale 2019 in Berlin, werden 2020 das Winterfinale in Schonach zu einem kleinen Wintermärchen machen und mit dem Frühjahrsfinale den Abschluss unseres Jubiläums wieder in der Hauptstadt feiern. Und am Ende wird hoffentlich auch eine Vision für die nächsten Jahre stehen, die zeigt, dass der Wettbewerb eine Zukunft hat! 

Herr Härtel, ich danke Ihnen für das Gespräch.


Jugend trainiert Newsletter

Noch keinen Mein JTFO Account?

Zugänglichkeit
Barrierefreiheit

Um unsere Website für Sie optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einverstanden