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Die Sportwelt schaut nach Italien, Deutschlands Wintersportnachwuchs nach Schonach

Derzeit kämpft bei den Olympischen Winterspielen in Italien Deutschlands Wintersportelite um Top-Platzierungen, darunter auch ehemalige „Jugend trainiert“-Teilnehmende. Gleichzeitig bereiten sich um die 630 Nachwuchsathletinnen und -athleten auf ihr schulsportliches Highlight des Jahres vor: das Winterfinale von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics, welches vom 1. bis 5. März 2026 im Schwarzwald stattfinden wird. Gastgeber ist einmal mehr Rekordausrichter Schonach. Unter anderem Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper wird den Stars von morgen einen Besuch abstatten.

Von Kai Gemeinder

Dass der Sprung von „Jugend trainiert“ zu Olympia gelingen kann, beweisen dieser Tage Vanessa Voigt und Philipp Horn im Biathlon sowie Katharina Hennig Dotzler, Coletta Rydzek, Jan Stölben, Janosch Brugger und die Brüder Friedrich und Jakob Moch im Langlauf. Von einem ähnlichen Karriereverlauf träumen auch viele der aktuellen Schulsporttalente, die im Schwarzwald vom 1. bis 5. März 2026 in acht Teamwettbewerben um Bundessiege in den Sportarten Ski Alpin, Skispringen, Skilanglauf und Para Ski nordisch wetteifern werden. 107 Schulteams haben sich für das Winterfinale 2026 qualifiziert. Begleitet werden die 630 Schülerinnen und Schüler von ca. 150 Lehrkräften und Betreuenden. 

Neben dem OK-Team, Offiziellen und mehr als 150 Helferinnen und Helfern werden zahlreiche prominente Gäste aus Sport und Politik beim Winterfinale dabei sein. Baden-Württembergs Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper hat ihr Kommen zugesagt, der DOSB wird unter anderem durch Präsidiumsmitglied und Athletenvertreterin Mareike Miller, Paralympics-Siegerin 2012 im Rollstuhlbasketball, vertreten. Zudem werden Skisprung-Patin Ramona Straub, Basketball-Patin Finja Schaake, Para Tischtennis-Pate Jochen Wollmert, Judo-Pate Alexander Wieczerzak sowie weitere sportliche Vorbilder dem Nachwuchs die Ehre erweisen. 

50 Jahre Winterfinale: „Jugend trainiert“ feiert Jubiläum in Schonach 

Sie alle werden Teil eines ganz besonderen Bundesfinales sein, denn die Winterausgabe des Schulsportwettbewerbs feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Erstmals gingen 1976 in Ruhpolding Schülerinnen und Schüler bei einem offiziellen „Jugend trainiert“-Winterfinale an den Start. 50 Jahre später ist die Schwarzwaldgemeinde Schonach als Rekordausrichter der Winterfinals passender und würdiger Gastgeber des bevorstehenden Jubiläums. 

Erfreulich ist auch, dass im paralympischen Bereich, der seit 2013 fester Bestandteil der Bundesfinalveranstaltungen ist, die Anzahl teilnehmender Teams gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. Ein gemeinsamer Wettbewerb in den Förderschwerpunkten Sehen sowie Körperliche und Motorische Entwicklung und ein weiterer im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bieten den Para Ski nordisch-Talenten die Möglichkeit, ihr Können zu zeigen. 

Als Vorbilder dürften ihnen Leonie Walter, Paralympics-Siegerin 2022, und Johanna Recktenwald, Para Sportlerin des Jahres 2025, dienen. Beide sorgten einst bei „Jugend trainiert“ für Furore und zählen zu den heißesten deutschen Medaillen-Anwärterinnen bei den Paralympics 2026, die unmittelbar nach Beendigung des Winterfinales eröffnet werden. Fun Fact: Auch die Paralympischen Winterspiele feierten – ebenso wie die Schnee-Variante von „Jugend trainiert” – 1976 Premiere. 

Winterfinale im Zeichen der Nachhaltigkeit

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Organisationsteam des Winterfinales 2026 auf das Thema Nachhaltigkeit. Von individuell gestaltbaren Mehrwegbechern am Nachhaltigkeitsstand der Deutschen Schulsportstiftung und des Deutschen Skiverbands, die zugleich als bleibende Erinnerung mitgenommen werden können, über vielfältige Bildungsangebote zu den Themen nachhaltige Entwicklung, Extremismusdistanzierung und Anti-Diskriminierung bis hin zu Rezeptideen für eine nachhaltige und gesunde Ernährung – in unterschiedlichen Themenfeldern werden die Teilnehmenden informiert, sensibilisiert und aktiv eingebunden. Im Sinne sozialer Nachhaltigkeit wird beim Winterfinale zudem ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt.

Nachhaltig in Erinnerung bleiben soll den Beteiligten die Finalwoche aber auch aufgrund der sportlichen Wettbewerbe und des Rahmenprogramms, zu dem unter anderem die Eröffnungs- und Schlussfeier auf der Seebühne im Kurpark Schonach zählen werden. Im Anschluss an die Siegerehrung lädt die Deutsche Bahn auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Après-Ski-Party ein, bei der alle Teilnehmenden die Winterfinal-Woche noch einmal gebührend ausklingen lassen können. Eingebettet in die kurze Pause zwischen den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2026 fiebern Deutschlands beste Wintersporttalente fünf ereignisreichen Tagen im Schwarzwald entgegen. Die Vorfreude darauf wächst mit jedem Tag.

Weitere Infos zum Winterfinale 2026 befinden sich hier.

 

© DSSS/sampics

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