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Historischer Blick auf die Sieger der Leichtathletik

Mit der Eröffnungsfeier im Olympiastadion kehrte Jugend trainiert für Olympia & Paralympics im Jubiläumsjahr an seinen Ursprungsort zurück und ist doch fest in der Gegenwart verankert. Das zeigt der Blick auf die ersten Ergebnisse des Herbstfinals 2019. Die wären in dieser Form 1969 nämlich nicht möglich gewesen.

 

von Kai Gemeinder

Vielleicht haben die folgenden Gedanken etwas mit der immer noch nachwirkenden Rede des Bundespräsidenten zu tun, der das Verbindende des Sports betonte, in seiner Rückschau aber auch daran erinnerte, dass die ersten Finalisten 1969 im damals noch geteilten Deutschland mit dem Flugzeug auf die Insel West-Berlin gekommen waren.

Keine der sechs Schulmannschaften, die gestern im Olympiastadion in der Leichtathletik einen Podestplatz erringen konnten, hätten sich damals auf dem Treppchen wiedergefunden. Denn für sie führte kein Weg auf die Insel West-Berlin. Ihre Schulen liegen in Neubrandenburg, Potsdam oder Dresden. Zwar hatten sie dort, auf der anderen Seite des geteilten Deutschlands, die Spartakiade – einen gemeinsamen Wettbewerb aber gab es freilich nicht. Was 1969 noch undenkbar schien, ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Zum Glück. 

Eine Einschränkung muss gemacht werden: Das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin, das bei den Jungen der WK III den Bundessieg holte, ist zwar im geographischen Osten Berlins beheimatet, aber aus dem Zusammenschluss von Schulen, die im früheren Ost- und Westteil Berlins angesiedelt waren, entstanden. Wenn man so will, hätte früher nur der Werner-Seelenbinder-Teil dieser Schule nicht an „Jugend trainiert“ teilnehmen können, während das Coubertin-Gymnasium umgekehrt bei der Spartakiade außen vor geblieben wäre. Heute sind diese Schulen im SLZB vereint. 

Alle übrigen Medaillengewinner stammen aus den Bundesländern der früheren DDR. Bei den Jungen sind dies auf den Rängen zwei und drei das Sportgymnasium Neubrandenburg aus Mecklenburg-Vorpommern und die Sportschule Potsdam aus Brandenburg.

Bei den Mädchen standen diese beiden Teams ebenfalls auf dem Treppchen – allerdings jeweils eine Stufe höher. Hier siegte im Olympiastadion das Sportgymnasium Neubrandenburg vor der Sportschule Potsdam. Bronze sicherte sich das sächsische Sportgymnasium Dresden.

Wer auch heute noch in „Ost“ und „West“ denkt, könnte beklagen, dass die alten Bundesländer bei der Medaillenvergabe leer ausgingen. Ihnen seien zwei Dinge gesagt. Erstens: Beim Frühjahrsfinale 2019 gewann Nordrhein-Westfalen das Medaillenranking und 30 Entscheidungen stehen noch aus. Zweitens: „Ost“ und „West“ gibt es nicht mehr. Das aber war in den ersten beiden Jahrzehnten der Bewegung „Jugend trainiert“ noch anders. Und daran sollte dieser Beitrag erinnern.
 

Bilder des ersten Leichtathletik-Wettkampfstages

© alle Bilder DSSS/Sampics

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