Im Rahmen des Frühjahrsfinales 2026 von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics in Berlin haben Martin Schönwandt, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung (DSSS), sowie die DOSB-Präsidiumsmitglieder und ehemaligen „Jugend trainiert“-Bundesfinalistinnen Kim Bui und Mareike Miller die Bedeutung des Schulsportwettbewerbs für die deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 hervorgehoben. Deutlich wurde: „Jugend trainiert“ leistet einen zentralen Beitrag für den Kinder- und Jugendsport, die Talenterkennung sowie die Talentförderung – und ist bereit, sich aktiv in den Bewerbungsprozess einzubringen.
Das Frühjahrsfinale, bei dem sich vom 5. bis 9. Mai 2.865 Schülerinnen und Schüler in sechs olympischen und drei paralympischen Sportarten gemessen haben, brachte bereits zum 107. Mal in der langen Historie des Wettbewerbs die besten Schulsporttalente Deutschlands in der Hauptstadt zusammen. In 25 Wettkampfklassen traten 374 Schulteams an, um im Geiste von Fair Play und Respekt Bundessieger zu werden. Das Bundesfinale stand dabei aus aktuellem Anlass unter dem Motto: Wir trainieren für die Spiele in Deutschland.
Brücke zwischen Schule, Verein und Leistungssport
Für den DSSS-Vorsitzenden Martin Schönwandt steht fest: „Wenn es ‚Jugend trainiert‘ nicht gäbe, müsste man es jetzt erfinden.“ Der Wettbewerb verfüge über die Struktur, um eine „tragende Bewegung für die Bewerbung“ zu werden. „Jugend trainiert“ schaffe es, jährlich wiederkehrend und verlässlich Schülerinnen und Schülern von der lokalen Ebene bis zum Bundesfinale „olympische Momente“ zu ermöglichen und gleichzeitig Talenten eine Bühne zu geben.
Schönwandt betonte zudem, dass gerade im Kontext der Bewerbung eine große Chance liege, den Kinder- und Jugendsport nachhaltig zu stärken. Es sei wichtig, dass entsprechende Konzepte nicht nur formuliert, sondern auch unabhängig vom Ausgang des Bewerbungsverfahrens umgesetzt würden. „Jugend trainiert“ könne hierbei als verbindendes Element zwischen Schule und Verein eine zentrale Rolle übernehmen.
Schule als Schlüssel zur Nachwuchsförderung
Auch Mareike Miller, Paralympics-Siegerin im Rollstuhlbasketball, Aktivensprecherin des Deutschen Behindertensportverbands und Athletenvertreterin im DOSB, sieht die Basis für sportliche Entwicklung klar im Bildungssystem: Der Grundstein müsse in der Schule gelegt werden. Dort könnten alle Kinder erreicht werden und wichtige Bewegungs- sowie Wettkampferfahrungen sammeln.
Mit Blick auf eine mögliche, erstmalige Ausrichtung Paralympischer Spiele in Deutschland hob Miller die gesellschaftliche Bedeutung hervor: Eine Bewerbung könne dem Para Sport zu deutlich mehr Sichtbarkeit und Unterstützung verhelfen. Gleichzeitig unterstrich sie die Rolle von „Jugend trainiert“ für mehr Teilhabe und Inklusion. Der Wettbewerb schaffe für Kinder und Jugendliche mit Behinderung zusätzliche Sport- und Begegnungsmöglichkeiten.
Mehr Begeisterung und bessere Rahmenbedingungen
Kim Bui, Athletenvertreterin im IOC, Olympiateilnehmerin, EM-Bronzemedaillengewinnerin und 13-malige Deutsche Meisterin im Gerätturnen, sieht in der aktuellen Olympia- und Paralympics-Bewerbung eine positive gesellschaftliche Dynamik. „Deutschland will die Spiele“, sagte sie und verwies auf die breite Unterstützung aus Politik, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft.
Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit zukünftiger Generationen sei entscheidend, sowohl die Basis als auch die Spitze zu stärken. Es brauche ein flächendeckendes Sportangebot, um überhaupt mehr junge Menschen für Bewegung zu begeistern. Gleichzeitig müsse der Übergang in den Leistungssport gezielt gefördert werden. In diesem Zusammenhang versteht sie „Jugend trainiert“ als wichtige Schnittstelle: „Der Wettbewerb kann eine Brücke zwischen Schule, Verein und Leistungssport bilden und so nachhaltige Nachwuchsförderung ermöglichen.“
Bereit für aktive Rolle im Bewerbungsprozess
Die Gespräche in Berlin machten deutlich, dass Jugend trainiert für Olympia & Paralympics nicht nur ein bewährtes Instrument der Nachwuchsförderung ist, sondern auch ein strategischer Partner für die Sportentwicklung in Deutschland sein kann. Durch seine breite Verankerung im Schulsystem erreicht der Wettbewerb auch Kinder und Jugendliche, die bislang nicht in Sportvereinen aktiv sind.
Vor dem Hintergrund der geplanten Olympia- und Paralympics-Bewerbung signalisiert „Jugend trainiert“ daher seine Bereitschaft, sich aktiv einzubringen: als begeisternder Wettbewerb, als Motor für Talentsichtung und als Impulsgeber für eine nachhaltige Stärkung des Kinder- und Jugendsports. Dazu trage, so Martin Schönwandt, neben dem Bundeswettbewerb in 26 Programmsportarten auch der Grundschulwettbewerb bei, der niedrigschwellige, altersgerechte und sportartübergreifende Bewegungsangebote unterbreite, die direkt an den Grundschulen mit Wettbewerbscharakter durchführbar seien.
Mit Blick auf die kommenden Jahre wird deutlich: Wer internationale Erfolge feiern will, muss früh ansetzen. „Jugend trainiert“ liefert mit seinen Kooperationspartnern aus Schule und Sport dafür seit Jahrzehnten eine verlässliche Grundlage.














