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Schimpfen nützt nichts, Tipps geben schon

Martina Ertl-Renz hat in ihrer Sportkarriere viel erreicht. Zweimal wurde sie Weltmeisterin, bei drei Olympischen Spielen in Folge gewann sie eine Medaille – zweimal Silber, einmal Bronze. Jetzt gibt sie beim „Jugend trainiert“-Bundesfinale Ski alpin als Betreuerin der Schulmannschaft aus Lenggries dem Nachwuchs wertvolle Tipps – auch dem eigenen.

Als Martina Ertl-Renz selbst noch Schülerin war, ging sie auf das Erzbischöfliche St.-Ursula-Gymnasium Schloss Hohenburg Lenggries und nahm erfolgreich an Schulrennen teil. In Bad Wiessee betreut sie nun zusammen mit Bianca Kling-Bozdech das Mädchenteam der Schule beim Ski alpin-Bundesfinale. Mit dabei ist auch Tochter Romy, die in die Fußstapfen der berühmten Mama tritt.

Am Ende des ersten Wettkampftages gelang den Schloss-Schülerinnen der Sieg im Parallelslalom. Und auch im ersten Durchgang des Vielseitigkeits-Riesenslaloms am heutigen Dienstag waren sie wieder die schnellsten. Noch ist keine Entscheidung gefallen, aber die Chancen stehen gut, dass sich die so prominent betreuten Mädchen aus Lenggries den Bundessieg sichern können.

„Wir wussten schon, dass wir sehr starke Skifahrerinnen dabeihaben“, meinte Martina Ertl-Renz nach dem ersten Durchgang der Vielseitigkeit. „Aber man muss es dann natürlich auch erstmal zusammenbringen. Im Moment schaut es jedenfalls sehr gut für uns aus.“

Das liegt vielleicht nicht nur an der Qualität der einzelnen Rennfahrerinnen, sondern auch an der besonderen Konstellation, in der die Mannschaft zusammengesetzt ist. Die Mädchen gehen nämlich nicht nur in die gleiche Schule, sie besuchen sogar alle dieselbe Klasse, sind also gleich alt und schon lange miteinander befreundet. „Das ist glaube ich extrem selten, aber sicher ein Vorteil, weil der Teamspirit dadurch vielleicht noch etwas stärker ausgeprägt ist“, glaubt die ehemalige Skirennfahrerin und erzählt weiter: „Es wurde sogar gefragt, ob die ganze Klasse schulfrei bekommt und zum Anfeuern mitkommen darf, aber das ist leider nicht durchgegangen. Ich bin sicher, sie fiebern trotzdem mit und freuen sich, wenn dann am Ende ein gutes Ergebnis zustande kommt.“

Die Mädchen – so sieht es derzeit aus – scheinen den Bundessieg ohnehin auch ohne die Unterstützung der Mitschülerinnen und Mitschüler erreichen zu können. Dafür profitieren sie umso mehr von der Erfahrung ihrer Betreuerin, die einen klaren pädagogischen Ansatz hat, den ihre Eltern schon bei ihr selbst angewandt haben: „Zu schimpfen, wenn Fehler passieren, nützt gar nichts. Sie bemühen sich ja. Wenn ich sehe, dass sie alles geben, bekommen sie natürlich keinen Ärger, falls es Mal nicht klappt. Ich versuche eher, über das Positive auf sie einzuwirken und ihnen die richtigen Tipps zu geben.“

Offenbar hat Martina Ertl-Renz in Bad Wiessee die richtigen Worte gefunden. Und auch ihre Tochter Romy mag es, wenn die Mama bei den Rennen dabei ist. Das sagt viel aus. Es könnte ja auch ganz anders sein. Selbst ein Autogramm hat sich Romy von ihrer Mama in einer Mappe geben lassen, in der unter anderem auch die Unterschriften von Viktoria Rebensburg, Felix Neureuther und Mikaela Shiffrin zu finden sind. „Früher war ich nur Mama,“ schmunzelt Martina Ertl-Renz. „Aber irgendwann hat Romy dann schon realisiert, dass die Mama auch ein paar Erfolge hatte, und sich ein Autogramm von mir geben lassen.“

Das spielt heute aber natürlich keine Rolle. Es geht nicht um die prominente Mutter oder Betreuerin. Es geht um die Mädchen. Und die machen ihre Sache bis hierher sehr gut.

kg
 

© alle Bilder: DSSS/sampics

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