Von Kai Gemeinder
Beim zentralen NRW-Landesfinale trafen sich im Sportpark Duisburg die besten Schulteams in den Sportarten Fußball ID, Fußball, Feldhockey, Judo, Rudern, Schwimmen, Tennis und Triathlon. Sie hatten sich zuvor auf Stadt- und Kreisebene sowie bei Regionalentscheiden im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands durchgesetzt und erlebten zur Belohnung einen Sporttag voller Gänsehautmomente – inklusive gemeinsamer Siegerehrung mit Rahmenprogramm im Leichtathletikstadion. Wer dort mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde, sicherte sich zudem ein begehrtes Ticket für das Herbstfinale 2026, das im September in Berlin stattfinden wird. (Hier geht’s zum Highlightfilm des NRW-Landesfinales von Timo Michael.)
Es war bereits das fünfte Mal seit 2022, dass NRW mit großem Aufwand und Engagement ein zentrales Landesfinale als gemeinsamen Qualifikationswettbewerb zum „Jugend trainiert“-Herbstfinale ausgerichtet hat – sehr zur Freude der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die diesen Tag, unabhängig vom erzielten Ergebnis, in bester Erinnerung behalten werden.
Zusätzlich hat Nordrhein-Westfalen unter der Bezeichnung „Landessportfest der Schulen“ bereits dreimal erfolgreich ein zentrales Landesfinals in den Frühjahrssportarten durchgeführt – kein anderes Bundesland kann da in Summe mithalten.
In Sindelfingen schließt sich ein Kreis – und nicht nur der neue Kultusminister ist begeistert
2018 hatte in Sindelfingen das deutschlandweit erste Landesfinale von „Jugend trainiert“ mit mehreren Sportarten an einem Tag und Ort stattgefunden. Mitte Juli 2026 war Sindelfingen nun erneut für mehr als 200 Mannschaften der Mittelpunkt der Landesentscheide Baden-Württembergs. An zehn Wettkampfstätten in fünf Orten der Region wurden in zehn Sportarten Landessieger-Teams ermittelt, die sich fürs Herbstfinale in Berlin qualifizierten.
„Hier wetteifern tausende Schülerinnen und Schüler und es steckt so viel drin in diesem Wettbewerb: sportliche Fähigkeiten bis zum höchsten Niveau, Werte wie Fairness, Zusammenhalt, Leistungsbereitschaft, gegenseitiger Respekt sowie Spaß, Gemeinschaftsgefühl und Verantwortung“, stellte Kultusminister Andreas Jung fest, der am Ende eines langen Tages die Siegerehrung vornahm. Jugend trainiert für Olympia & Paralympics sei eine Institution des Schulsports, verschaffe Zugang zu Sportarten, begeistere für Bewegung und verbinde die Schulgemeinschaft. Der Wettbewerb schlage außerdem eine wichtige Brücke zwischen Schule und Verein, würdigte Jung den größten Schulsportwettbewerb der Welt.
Insgesamt nahmen in und um Sindelfingen 2.000 Kinder und Jugendliche am baden-württembergischen Landesfinale teil und zeigten sich von der XXL-Veranstaltung ebenso begeistert wie der Kultusminister.
Ein Trend, der Schule machen sollte
Lange Zeit war die Teilnahme an einer Multisportveranstaltung im Rahmen von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics nur denjenigen vorbehalten, die als Landessieger eines der drei Bundesfinals im Winter, Frühjahr oder Herbst erreichten. In den letzten Jahren aber sind einige Bundesländer dazu übergegangen, bereits Landesfinalveranstaltungen, also die letzte Qualifikationsstufe auf dem Weg zum Bundesfinale, groß aufzuziehen.
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nehmen dabei eine Vorbildrolle ein. Die einen haben 2018 den Grundstein gelegt, die anderen von 2022 an das Format verstetigt. Auch Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Hessen haben in der jüngeren Vergangenheit die Schultalente mehrerer Sportarten an einem zentralen Ort zusammengeführt und damit gute Erfahrungen gemacht. Es ist ein Trend, der im Sinne der Kinder und Jugendlichen in ganz Deutschland Schule machen sollte.










