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  • Trainer des Jahres Trier<br>Ulrich Kaurisch
    Trainer des Jahres Trier
    Ulrich Kaurisch
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„Jugend trainiert“ Urgestein Uli Kaurisch ist Triers Trainer des Jahres

Bei der 15. Auflage der „TV-Sportlerwahl“ in Trier wurde der 66-jährige Ulrich „Uli“ Kaurisch mit deutlichem Vorsprung zum Trainer des Jahres gewählt. Es ist eine verdiente Auszeichnung. Und eine Würdigung für jahrzehntelanges Engagement im Sport.

Von Kai Gemeinder

Uli Kaurischs größter Erfolg liegt sicherlich in seiner Kontinuität. Seit mehr als drei Jahrzehnten steckt der Pädagoge Kinder und Jugendliche mit seiner Sportbegeisterung an und prägt den Nachwuchssport in Trier – insbesondere im Basketball – wie kaum ein anderer. Deshalb, so mutmaßt der Preisträger selbst, sei es wohl eine Auszeichnung für sein Lebenswerk, die ihn einerseits total überrascht habe, andererseits aber auch sehr stolz mache. 

Als Uli Kaurisch Anfang der 1990er Jahre als Referent für Sport- und Gruppenarbeit beim Trierer Jugendzentrum MJC begann, Streetball-Turniere und Basketballcamps zu organisieren, gab es im Verein gerade einmal eine Basketballmannschaft. Als Uli Kaurisch sein Werk zehn Jahre später beendete, um als Lehrer am Max-Planck-Gymnasium (MPG) zu arbeiten, waren es 30. 

Bis heute engagiert sich Uli Kaurisch neben dem Schuldienst als Basketballtrainer im Verein. Die Doppelrolle als Trainer und Lehrer habe es ihm ermöglicht, 20 Jahre lang erfolgreich Mannschaften bei Jugend trainiert für Olympia & Paralympics an den Start zu bringen, sagt er. Uli Kaurisch führte insgesamt 23 Schulteams zum Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics nach Berlin, 21 davon im Basketball. 

Jeweils einmal qualifizierte sich der Lehrer mit Handballerinnen und Fußballern fürs Bundesfinale. Mit den Kickern belegte er vor zehn Jahren einen sehr guten vierten Rang. Als Motivator hatte Uli Kaurisch keinen geringeren als Benedikt Höwedes aus dem Hut gezaubert. Die Familien Höwedes und Kaurisch sind eng miteinander befreundet und so kam es, dass der damalige Nationalspieler vor dem Turnier jedem einzelnen Schüler per Telefon viel Glück und Erfolg wünschte. 

„Es ist wohl eine Auszeichnung für mein Lebenswerk, die mich einerseits total überrascht hat, andererseits aber auch sehr stolz macht.“

ULRICH KAURISCH
Lehrer am Max-Planck-Gymnasium Trier

Sportlicher Höhepunkt bei „Jugend trainiert“

Ein noch besseres Ergebnis erzielte Uli Kaurisch 2013 mit den Mädchen der WK III im Basketball. Gemeinsam wurden sie beim Schulsportwettbewerb deutscher Vizemeister. Nach fünf Siegen in fünf Spielen standen die Schülerinnen vom MPG verdient im Halbfinale und waren nur noch einen Schritt von der sicheren Medaille entfernt. Das Problem: Trier traf auf die Mannschaft der Eliteschule des Sports Chemnitz. Uli Kaurisch erinnert sich noch genau: „Die Sportschülerinnen mit dem Landesleistungstrainer als Lehrer haben damals zehn Trainingseinheiten pro Woche absolviert und waren uns eigentlich haushoch überlegen. Aber meine Spielerinnen sind an dem Tag über sich hinausgewachsen und gewannen mit einem Punkt Vorsprung nach Verlängerung 31:30. Das war eine Sensation.“ 

Im Endspiel am nächsten Tag mussten sich die Basketballerinnen aus Trier zwar dem Team aus NRW geschlagen geben. Dennoch werden sich die Schülerinnen aus Trier gerne an das Finale zurückerinnern, weil sie in der Halle von ganz besonderen Fans angefeuert wurden. Wieder einmal hatte Uli Kaurisch seine Kontakte spielen lassen. Wie es der Zufall wollte, war die Männermannschaft des TBB Trier aufgrund eines anstehenden Bundesligaspiels gegen Alba Berlin ebenfalls in der Hauptstadt. Und weil Uli Kaurisch und Triers damaliger Coach, der heutige Bundestrainer Henrik Rödl, gut befreundet sind, erschien die gesamte Trierer Bundesligamannschaft, um den weiblichen Basketballnachwuchs zu unterstützen. Die damit zum Ausdruck gebrachte Anerkennung war für alle Beteiligten Gold wert, auch wenn die Medaillen am Ende „nur“ silbern glänzten.

Anekdoten wie diese ließen sich viele erzählen. Man könnte von Turnieren mit über 600 Teilnehmenden berichten und von zahlreichen Schüleraustauschen in die USA, die der Pädagoge organisiert hat. Man könnte auch darüber reden, dass der 66-jährige, statt seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen, auch weiterhin als Schwangerschaftsvertretung am MPG aktiv ist.

Eines jedenfalls ist klar: Uli Kaurisch ist Pädagoge aus Leidenschaft und engagiert sich weit über das normale Maß hinaus. Michael Stäudt, langjähriger Wegbegleiter und Schulsportreferent in Rheinland-Pfalz, sagt über den Trainer des Jahres:
 

„Uli Kaurisch ist ein Glücksfall für den Sport. Er kann junge Menschen nicht nur für den Sport begeistern, um sie dann bestmöglich in ihrer sportlichen Karriere zu fördern. Neben dem sportlichen Erfolg ist ihm besonders wichtig, dass seine Sportlerinnen und Sportler die Werte des Sports ‚leben‘. Einen solchen Lehrer oder Trainer kann sich jede Schülerin und jeder Schüler nur wünschen. Uli Kaurisch ist einfach der Beste!"

Den Worten können wir uns nur anschließen. Das gesamte „Jugend trainiert“-Team gratuliert Uli Kaurisch zu seiner Auszeichnung „Trainer des Jahres“. Gleichzeitig möchten wir die Gelegenheit nutzen, den zehntausenden Lehrerinnen und Lehrern zu danken, die sich Jahr für Jahr genauso wie Uli Kaurisch an Jugend trainiert für Olympia & Paralympics beteiligen und den Schulsportwettbewerb zu dem machen, was er ist.

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