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Zwischen echter Tradition und scheinbarer Exotik: Die „Schulsport-Stafette“ im hohen Norden

In der vergangenen Woche hat die „Schulsport-Stafette“ in Hamburg und Schleswig-Holstein Station gemacht. Insgesamt nahmen 67 Schulen an der Aktionswoche und am Wettbewerb teil und machten ihren Schülerinnen und Schülern ganz unterschiedliche Angebote.

Traditionell stark aufgestellt ist in den nördlichen Bundesländern die Sportart Rudern. Deshalb ist es keine Überraschung, dass sich in dieser Disziplin nirgendwo mehr Schulteams am Wettbewerb der „Schulsport-Stafette“ beteiligen wie in Schleswig-Holstein. In Ratzeburg, Lübeck, Schleswig, Preetz, Tellingstedt und Eutin kämpften zehn Mannschaften um die beiden Startplätze beim „Bundesfinale 2021 vor Ort“, das Ende September stattfinden wird. (Die Ergebnisse der Qualifikation werden am Donnerstag hier bekannt gegeben). 

In Eutin hat die Johann-Heinrich-Voß-Schule extra Kontakt zum Germania Ruderverein aufgenommen, um sich am Ruderwettbewerb beteiligen zu können. Der Vorsitzende habe die Schule „mit offenen Armen“ empfangen, wie Lehrerin Pamela Junker berichtet. „Er hat die Schülerinnen und Schüler zum Üben und Wettkampf in seinen ‚heiligen Hallen‘ aufgenommen und sie im September zu einer Fahrt auf dem Wasser eingeladen.“ Neben Rudern nahm die Schule auch in der Leichtathletik sowie im Schwimmen und Gerätturnen am Wettbewerb teil. Zudem fand ein 5000m-Staffellauf statt, bei dem jeweils Parallelklassen gegeneinander antraten. Fast wichtiger als das direkte Duell war dabei der Kampf gegen die Uhr. In 36 Abschnitte unterteilt galt es nämlich zu versuchen, den olympischen Rekord von 12:57 min zu unterbieten. Drei Klassen haben dies geschafft.

Auch am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck nahm eine Rudermannschaft mit fachlicher Unterstützung der amtierenden U23-WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin im Achter, Alissa Buhrmann, am Ergometer-Wettbewerb teil. Von hier aus wurde auch der goldene Staffelstab, der seit Beginn der „Schulsport-Stafette“ durch die Republik befördert wird, an Brandenburg weitergereicht. Die Staffelstabübergabe seht ihr hier: Link zum Video
 
Wie abwechslungsreich die „Schulsport-Stafette“ gestaltet sein kann, hat noch eine weitere Schule aus Eutin unter Beweis gestellt: die Wilhelm-Wisser Gemeinschaftsschule. Während der Aktionswoche konnten jeweils zwei Klassenstufen pro Tag einen Challenge-Parcours mit bis zu 17 Stationen durchlaufen. Neben Stand Up Paddling, Torwandschießen, Stelzenlaufen und Dosenwerfen gab es auch neue Ideen, die aus dem Homeschooling stammten und in kleinen Stationen nun für alle sichtbar gemacht werden konnten – wie etwa eine Toilettenpapier-, Staubsauger- oder Koch-Challenge. Das Beispiel zeigt: Dem Einfallsreichtum der Lehrkräfte sind bei der „Schulsport-Stafette“ keine Grenzen gesetzt.

Auf den ersten Blick etwas überraschend mag es erscheinen, dass sich drei Schulen sogar für den Wettbewerb im Ski alpin und Skilanglauf angemeldet haben. Schließlich liegt die höchste natürliche Erhebung Hamburgs, der Hasselbrack, lediglich auf 116,2 m ü. NHN. Kaum anders sieht es in Schleswig-Holstein aus: Der Bungsberg als höchster „Berg“ des Landes misst gerade einmal 168 m ü. NHN. Dennoch waren in Hamburg zwei Schulen, in Schleswig-Holstein eine in den für Flachländler eher exotisch anmutenden Wintersportarten dabei. Allerdings darf man zwei Dinge nicht unerwähnt lassen: Erstens ist das Gymnasium Blankenese Dauergast beim Winterfinale von „Jugend trainiert“ im Skilanglauf. Die Teilnahme dieser Schule kommt daher keineswegs überraschend. Zweitens hat der Deutsche Skiverband für den Wettbewerb bei der sommerlichen „Schulsport-Stafette“ einen der Jahreszeit angemessenen Inline-Skate-Parcours entwickelt. So exotisch, wie es zunächst klingt, ist „Skisport“ in Hamburg und Schleswig-Holstein deshalb gar nicht.

Insgesamt haben sich in den beiden Ländern ein Drittel mehr Schulen an der „Schulsport-Stafette“ beteiligt als noch vor knapp einem Jahr am Aktionstag der Deutschen Schulsportstiftung. Welche Teams sich im Rahmen des Wettbewerbs für das „Bundesfinale 2021 vor Ort“ qualifiziert haben, wird am Donnerstag bekannt gegeben. Die Stafette ist derweil schon nach Brandenburg weitergezogen, wo sich noch bis Freitag Schulen an der Bewegungs-Offensive von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics beteiligen werden.

kg

Die Schüler*innen der Johann-Heinrich-Voß-Schule hatten sichtlich Spaß an der "Schulsport-Stafette". © Johann-Heinrich-Voß-Schule

Selbes gilt trotz wesentlich schlechterem Wetter auch für die Schüler*innen der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg Hamburg,...

...die unter anderem im Triathlon an den Start gingen. © Beide Bilder: Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg

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